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    <description>Oper Leipzig Blog</description>
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      <title>BEST OF POETRY SLAM IN DER MUKO</title>
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      <pubDate>Wed, 11 Apr 2012 12:11:22 +0000</pubDate>
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      <category><![CDATA[Musikalische Komödie]]></category>
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      <description><![CDATA[&#62; 1. Auf deiner Webseite muss man dir erst seine Lieblingsfarbe verraten, um dir eine Nachricht zu schicken. Was ist deine Lieblingsfarbe? &#60; Immer schon gelb. &#62; 2. Ist die Lieblingsfarbe eine wichtige Information? &#60; Ist sie gar nicht. &#62; 3. Manche wunder sich, wieso die Muko jetzt &#8220;Poetry Slams&#8221; veranstaltet. Normalerweise stehen Operette auf [...]]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1312" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/04/MuKo_Poetry-Slam_Michel-Abdollahi_Foto-Jan-Brandes2.jpg" rel="lightbox[1303]" title="MuKo_Poetry Slam_Michel Abdollahi_Foto Jan Brandes(2)"><img class="size-medium wp-image-1312" title="MuKo_Poetry Slam_Michel Abdollahi_Foto Jan Brandes(2)" src="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/04/MuKo_Poetry-Slam_Michel-Abdollahi_Foto-Jan-Brandes2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Michel Abdollahi // Foto: Jan-Brandes</p></div><p style="text-align: justify;"><em>&gt; 1. Auf deiner Webseite muss man dir erst seine Lieblingsfarbe verraten, um dir eine Nachricht zu schicken. Was ist deine Lieblingsfarbe?</em><br />&lt; Immer schon gelb.<em></em></p><p style="text-align: justify;"><em>&gt; 2. Ist die Lieblingsfarbe eine wichtige Information?</em><br />&lt; Ist sie gar nicht.<em></em></p><p style="text-align: justify;"><em>&gt; 3. Manche wunder sich, wieso die Muko jetzt &#8220;Poetry Slams&#8221; veranstaltet. Normalerweise stehen Operette auf dem Spielplan. Ist das wirklich verwunderlich?</em><br />&lt; Kunst ist Kunst. Slam ist doch nicht schmuddelig. Warum sollen wir dann zwischen den Häusern trennen! Eine coole Location, wird durch coole Leute noch cooler.<em></em></p><p style="text-align: justify;"><em>&gt; 4.Du bist selber Autor von Slamtexten, aber auch MC, also Moderator, von Slam-Abenden und ziehst dort die Fäden. Was ist dir lieber?</em><br />&lt; Lieber auf den Bahamas chillen und ein wenig lesen. Aber Fäden ziehen ist auch ganz ok!</p><p><em> &gt; 5. Sieht man nach so vielen Slams eine Entwicklung der Kunstform? Wird es z.B. brutaler oder die Konkurrenz härter?</em><br />&lt; Slam ist mittlerweile wie die US-Regierung: brutal, hart, mainstream, weltweit operierend und es gibt kein entkommen. Es ist die große Freiheit.</p><p style="text-align: justify;"><em>&gt; 6. Du kennst alle Slammer, die hier am 19ten April auftreten. Was kann das Leipziger Publikum erwarten?</em><br />&lt; Es sind richtig tolle Autoren dabei! Von einem lyrischen Feuerwerk bis hin zu Chopins Klavierkonzert in es-moll. Alles kann, nichts muß. Ich freue mich riesig mit dem Publikum zusammen diesen wundervollen Künstlern zuzuhören.</p><p><em> &gt; 7. Hast du ein Tipp, wer gewinnt?</em><br />&lt; Am Ende gewinnt immer das Publikum. Denn sie gehen glücklich von dannen. Aber im Zweifel immer Andy Strauß.</p><p style="text-align: justify;"><em>&gt; 8. Dank Poetry Slams ist Lyrik wieder im Trend. Könnte es auch einen &#8220;Operetten Slam&#8221; geben? Meiner Meinung nach ist es an der Zeit der Operette ein &#8220;rebirth of the cool&#8221; zu verleihen</em><br />&lt; Die Operette ist cool! Klar, warum soll es nicht funktionieren? Wir veranstalten in Hamburg seit Jahren einen &#8220;Theater Slam&#8221; und der ist immer voll. Auf der Hauptbühne! Hat zuerst auch keiner dran glauben wollen…</p><p style="text-align: justify;"><em>&gt;9. Viele von unserem Publikum waren noch nie in einem Poetry Slam. Wie haben Sie sich zu benehmen?</em><br />&lt; Es gibt verschiedene Benimmregeln auf einem Slam:<strong><br /></strong></p><p style="text-align: justify;"><strong>Regel 1: Keine Glasflaschen im Saal.</strong><br /><strong>Regel 2: Keine Waffen.</strong><br /><strong>Regel 3: Kleidung – chic aber legere.</strong><br /><strong>Regel 4: Nicht übertreiben.</strong><br /><strong>Regel 5. Spaß ja, aber bitte kontrolliert.</strong></p><p style="text-align: justify;"><em> &gt; 10. Du trinkst bekanntlich Prosecco auf der Bühne und trägst öfters Smoking &#8211; fühlst du dich so wohler als MC? Ziemlich schick für einen Hamburger Jung.</em><br />&lt; Als ich den Slam Anfang der 70er (Hamburger Abendblatt) im Smoking nach Europa brachte, setze ich mir ein wichtiges Ziel: guter Schaumwein ist nie zu vernachlässigen, genauso ein gepflegtes Äußeres, saubere Haut und geputzte Schuhe. Mein Spitznamen, das Chamäleon, bekam ich damals, weil ich eins mit Interieur wurde. Schönes Haus, schöne Sachen. Oder auch nicht.</p><p style="text-align: justify;"><em>&gt; 11. Du moderierst mittlerweile die grössten Slams Deutschlands. Im Vergleich dazu ist unserer ziemlich klein &#8230; Macht das einen grossen Unterschied?</em><br />&lt; Ich freue mich riesig auf Leipzig! Was will man mehr, als in ein so schönes Haus eingeladen zu werden? Wenn die Leute toll sind, wird der Abend groß. Und das wird er bestimmt!</p><p style="text-align: justify;">Das Interview führte Anna Evans.</p><p style="text-align: justify;">Weitere Informationen:<br /><a href="http://oper-leipzig.de/musikalische-komoedie/veranstaltung/details/slam-the-muko-best-of-poetry-slam/">http://oper-leipzig.de/musikalische-komoedie/veranstaltung/details/slam-the-muko-best-of-poetry-slam/</a></p>]]></content:encoded>
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      <title>&#8220;Es geht um das Leben! Das geht uns alle an. &#8220;</title>
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      <pubDate>Thu, 23 Feb 2012 15:57:27 +0000</pubDate>
      <dc:creator>redakteur</dc:creator>
      <category><![CDATA[Oper]]></category>
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      <description><![CDATA[&#62; Oper Leipzig: Das Alter scheint in deiner Inszenierung eine Art „weise Kindlichkeit“: Wie genau bist du zu dieser Sicht auf das Altern gekommen &#60; Lotte de Beer: Durch meine Großmutter, der glücklichsten Frau die ich kenne! Sie spielt Jazzpiano und hat bis vor zwei Jahren noch Pumps getragen. Sie hat in ihrem Leben die [...]]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><a href="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/02/Oper-Leipzig_Lotte-de-Beer_Copyright-Sebastian-Schröder.jpg" rel="lightbox[1297]" title="Oper Leipzig_Lotte de Beer_Copyright Sebastian Schröder"><img class="alignleft size-medium wp-image-1299" title="Oper Leipzig_Lotte de Beer_Copyright Sebastian Schröder" src="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/02/Oper-Leipzig_Lotte-de-Beer_Copyright-Sebastian-Schröder-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a>&gt; Oper Leipzig: Das Alter scheint in deiner Inszenierung eine Art „weise Kindlichkeit“: Wie genau bist du zu dieser Sicht auf das Altern gekommen</em></p><p style="text-align: justify;">&lt; Lotte de Beer: Durch meine Großmutter, der glücklichsten Frau die ich kenne! Sie spielt Jazzpiano und hat bis vor zwei Jahren noch Pumps getragen. Sie hat in ihrem Leben die Entscheidung getroffen: Ich will glücklich sein und deshalb bin ich es! Eine wirklich starke Frau. Bei einem Tennisspiel hat sie sich die Hüfte verletzt und musste operiert werden. Sie bekam die falschen Medikamente, fühle sich schlecht und geriet in eine Alterspsychose, aus der sie ein halbes Jahr lang nicht mehr rausgekommen ist. Jetzt geht es ihr gut, aber sie erzählte mir später, welche seltsamen Dinge sie sich imaginiert hat. Schlimmes genauso wie Gutes. Sie war auf einem Ball in einem großen Saal und hat getanzt … Ich selbst war verwundert über die Kraft der Fantasie. Sie hilft uns, zumindest für einen Moment, uns aus schlimmen Phasen heraus zudenken. Durch solche Erfahrungen kann man vielleicht auch im Alter sich selbst neu hinterfragen und Dinge wieder kindlich-naiv betrachten. Ich weiß letztlich nicht, ob es realistisch möglich ist, sich aus einer Neurose heraus einen ganzen Wald vorzustellen, sich selbst für ein Füchslein zu halten … ich wollte aber auch zeigen, dass nach außen absurd wirkende Vorstellung für den Empfindenden über alle Maßen tröstlich sein kann.</p><p style="text-align: justify;"><em>&gt; Alter auf der Bühne zeigen: Wie zeigt man das?</em></p><p>&lt; Man könnte nach Schauspielern oder Opernsängern ab 75 Jahren suchen. Aber wir haben viele Freiheiten durch die Besetzung junger Sänger für eine „alte“ Rolle. Denn im Theater steht das Spiel (nicht das sein!) und konklret hier, dass Märchenhafte im Vordergrund. Wenn man einen jungen Schauspieler hat, dann kann man noch eine Geschichte drüber spielen. Maske und Kostüme unterstützen dann zwar eine Illusion, aber es geht mir nicht um eine realistische Verkörperung. Die Proben überzeugen mich, weil die Darsteller die „Haltung“, den „Alterskörper“, sehr gut spielen, auch dank der choreografischen Unterstützung von Heike Hennig. Sie hat viele Tanz/Performance-Projekte mit Senioren gemacht und kann auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Das ist alles sehr berührend, das macht etwas mit der ganzen Seele – das ist sehr schön!<br />Man könnte auch sagen, dass sich die Darsteller mit einem „alten Denken“ – ins unreine gesprochen – auseinander gesetzt haben. Soll heißen: Verwunderung, Wiederholung, intensives Betrachten der Dinge, langsam denken, etwas richtig glauben und sofort wieder vergessen. Die alten Leute in meinem Stück zeigen Verhaltensmuster die an Demenz erinnern lassen.</p><p style="text-align: justify;"><em>&gt; Wen möchtest du mit deiner Inszenierung erreichen?</em></p><p style="text-align: justify;">&lt; Eigentlich alle Altersgruppen, weil dieses Thema sowohl jung als auch alt betrifft. Es geht um das Leben! Das geht uns alle an. Jeder versteht schon früh, dass man auch sterben wird und dass man damit umgehen muss. Es wäre ganz schön, wenn auch ganz viele junge Leute dieses Stück sehen werden!<br />Zudem ist die Musik ist der Ausgangspunkt für meine Inszenierung. Darin wird schon das Wichtigste verhandelt. Mit dieser unmittelbaren Ebene lässt sich, denke ich, schnell akzeptieren, dass es eine neue Sichtweise auf „Das Schlaue Füchslein“ ist. Wir versuchen, das Wichtigste vom Stück offenzulegen. Und ich glaube, das kann man auf tausendfache Weise. Wir wollen es dem zeitgenössischen Publikum vereinfachen, durch diese Inszenierung auf den Kern des Stückes aufmerksam zu werden. Das kriegen wir auch hin.</p><p style="text-align: justify;"><em>&gt; Danach wirst du „Waiting for Miss Monroe“ inszenieren. Vom Altenheim auf die Showtreppe?</em></p><p style="text-align: justify;">&lt; Es geht auch wieder um den Tod. Wir beleuchten die letzten drei Tage des Lebens von Marylin Monroe. Es geht um eine Frau, die in der Öffentlichkeit ein Star war, aber innerlich ein sehr einsames, unglückliches Kind, was einfach geliebt werden wollte, aber nie die richtige Liebe von ihren Eltern bekommen hat &#8211; ihren Zwiespalt zwischen Öffentlichkeit und innerer Gebrochenheit werde ich  auf der Bühne zeigen.</p>]]></content:encoded>
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      <title>&#8220;Sterben ist letztlich auch der Anfang von etwas Neuem&#8221;</title>
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      <pubDate>Wed, 15 Feb 2012 13:30:08 +0000</pubDate>
      <dc:creator>redakteur</dc:creator>
      <category><![CDATA[Oper]]></category>
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      <description><![CDATA[&#62; Oper Leipzig: Lotte, warum machst du „Das schlaue Füchslein“ an der Oper &#60; Lotte de Beer: Ich wurde vom Opernhaus gefragt, ob ich es machen möchte! Die haben mich angerufen und gefragt: Lotte, hast du Lust „Das Schlaue Füchslein“ zu machen? Ich war darüber sehr froh, weil schon viele Leute gesagt haben, dass es [...]]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/02/Füchslein_Plakat_Copyright_Sebastian-Schröder_Oper-Leipzig.jpg" rel="lightbox[1290]" title="Füchslein_Plakat_Copyright_Sebastian Schröder_Oper Leipzig"><img class="alignleft wp-image-1291" title="Füchslein_Plakat_Copyright_Sebastian Schröder_Oper Leipzig" src="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/02/Füchslein_Plakat_Copyright_Sebastian-Schröder_Oper-Leipzig-211x300.jpg" alt="" width="264" height="376" /></a><em>&gt; Oper Leipzig: Lotte, warum machst du „Das schlaue Füchslein“ an der Oper</em></p><p>&lt; Lotte de Beer: Ich wurde vom Opernhaus gefragt, ob ich es machen möchte! Die haben mich angerufen und gefragt: Lotte, hast du Lust „Das Schlaue Füchslein“ zu machen? Ich war darüber sehr froh, weil schon viele Leute gesagt haben, dass es ein gutes Stück für mich wäre! In Holland ist es unter Opernliebhabern sehr bekannt…</p><p><em>&gt; Viele Leute denken, das „Füchslein“ wäre eine Kinderoper…!?</em></p><p>&lt; Ja, das ist ein Vorurteil, aber ich finde das grundsätzlich falsch. Es stimmt, es ist ein Märchen, aber das heißt nicht, dass es etwas für Kinder ist. Und ich glaube auch, dass es von Janacek nie als ein Kinderstück komponiert worden ist. Wenn man das Stück analysiert, sieht man, dass  es um  Leben, aber auch um Sterblichkeit, das Altern, midlife crises, auch um Tod und Liebe geht. Es wird ein ganzer Lebenszyklus beschrieben. Das bewegt uns alle, dass sind keine Kinderthemen. Ich glaube auch, wenn man die Musik hört, dann spürt man, dass es unglaublich ernst gemeint ist. Es geht um das wirkliche Leben in Form einer parabelhaften Geschichte.</p><p><em>&gt; Für dich ist dieses Alterswerk Janaceks &#8211; er schrieb es 70-jährig &#8211; eine Hommage an das Leben. Vielleicht aber auch eine Aussöhnung mit dem Altwerden und dem Tod. Und dies zeigt sich auch in der Natur, die sich zyklisch immer wieder erneuert, wo Sterben zum Leben dazugehört …</em></p><p>&lt; Ein Kreislauf, wo Geburt und Sterben genauso wichtig ist – genau! Wir  selbst sind ja nur ein kleines Teilchen von etwas Großem. Und Sterben ist letztlich auch der Anfang von etwas Neuem. Ich glaube, wir können glücklich sein, dass wir ein Teil von diesem Großen sind und darin vielleicht etwas Göttliches liegt. Das ist übrigens auch der Gedanke des Försters im „Füchslein“, wenn er durch den Wald läuft und Blumen und Gräser und Tiere sieht. Dann ist er erstaunt, weil er erahnt: darin liegt das Antlitz Gottes verborgen. Ich bin selbst kein religiöser Mensch, aber ich finde, dass das eine gute Beschreibung von Gott ist.</p><p><em>&gt;Aus dem Sterben, kann auch Neues entstehen?</em></p><p>&lt; Ja! Auch das ist eine Einsicht des Försters. Er hat eine Art midlife crisis und spürt dass die Jugend vorbei ist. Vor ihm liegt das Älterwerden und damit auch der Tod. Er ist zwar noch nicht sehr alt, aber er spürt, dass er es wird. Über das gesamte Stück hinweg, denkt er mit sehr viel Melancholie an die Zeit zurück, als er jung war, noch eine junge Geliebte hatte. Jetzt ist seine Ehe eher säuerlich geworden. Bei Janacek ist die junge Füchsin die Projektionsfläche für Jugend. Bei uns projiziert er das auf die junge Krankenschwester Terynka, die am Anfang des Stückes sagt: „Wir haben eine schöne Affäre gehabt, aber jetzt bist du mir zu alt! Ich gehe meinen eigenen Weg.“ &#8211; Und er merkt, dass das wahrscheinlich das letzte Mal gewesen ist, dass er Jugendlichkeit oder jugendliche Liebe gespürt hat. Er befindet sich deshalb in einer Art Trauer um seine Jugend und die Leidenschaften der jungen Liebe. Der Förster wird sehen, wie sich Fuchs und Füchsin lieben und auch ihr Sterben wird er mit ansehen müssen. Ganz am Ende ist der Wald ganz verschwunden. Der Förster sieht den Leichnam der Füchsin, und in der Konfrontation mit dem Tod wird er seine eigene Vergänglichkeit, seine Sterblichkeit akzeptieren lernen.</p><p><em>&gt; Wenn man Fuchs und Füchsin ansieht, dann ist die Oper auch ein Märchen über Liebe?</em></p><p>&lt; Ja und eins, an dass wir – denke ich – glauben möchten! Die Liebesszenen zwischen Fuchs und Füchsin sind mir sehr wichtig. Sie haben 2 oder 3 Liebesszenen, die ihr ganzes (Liebes-)Leben zeigen. Es beginnt beim Kennen lernen in der Jungend. Sie sehen sich zum ersten Mal und verlieben sich ineinander.  Und gleich sagt er: „Es ist nicht dein Körper den ich liebe, es ist deine Seele!“ Das erhofft man sich natürlich, dass jemand so etwas zu einem sagt oder es so meint beim ersten Date. Man kann es dann aber meist nicht richtig glauben. Dann aber sehen wir sie viel später. Sie haben schon viele Kinder großgezogen und sie sind alt geworden. Und der Fuchs sagt: „Du, Alte. Wie viele Kinder haben wir? Du bist noch immer so schön, du bist noch immer die Schönste für mich.“ Weil sie schon so alt sind, bekommt so eine Aussage ein ganz anderes Gewicht, wir dürfen dem Gesagten glauben. Das gibt Hoffnung, dass eine solch tief empfundene Liebe wirklich möglich ist, dass es sie wirklich gibt.</p><p style="text-align: justify;"><strong>Im 2. Teil lesen Sie Genaueres über Lotte de Beers persönliche Inspiration für „Das Schlaue Füchlein“, wie junge Sänger alt aussehen und was die Regisseurin als Nächstes macht.</strong></p>]]></content:encoded>
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      <title>Der Graf ist los!</title>
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      <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 19:00:06 +0000</pubDate>
      <dc:creator>redakteur</dc:creator>
      <category><![CDATA[Musikalische Komödie]]></category>
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      <description><![CDATA[Endspurt: Mitarbeiter der MuKo können kaum noch ruhig schlafen, denn wir sind in der heißen Probenphase! Am Samstag feiert das Wildhorn-Musical »Der Grad von Monte Christo« Deutschlandpremiere. Die Darsteller lassen es sich trotzdem nicht nehmen, ihrem Publikum einen kleinen Einblick in das anstehende Bühnenspektakel zu geben und zeigen am 1. Februar Ausschnitte aus dem Musical. [...]]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/01/3280_Der-Graf-von-Monte-Christo_Foto-Copyright-Andreas-Birkigt.jpg" rel="lightbox[1283]" title="Der Graf von Monte Christo_Copyright_Andreas Birgikt"><img class="alignleft size-medium wp-image-1284" title="Der Graf von Monte Christo_Copyright_Andreas Birgikt" src="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/01/3280_Der-Graf-von-Monte-Christo_Foto-Copyright-Andreas-Birkigt-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>Endspurt: Mitarbeiter der MuKo können kaum noch ruhig schlafen, denn wir sind in der heißen Probenphase! Am Samstag feiert das Wildhorn-Musical »Der Grad von Monte Christo« Deutschlandpremiere. Die Darsteller lassen es sich trotzdem nicht nehmen, ihrem Publikum einen kleinen Einblick in das anstehende Bühnenspektakel zu geben und zeigen am 1. Februar Ausschnitte aus dem Musical. Auf der Bühne der Moritzbastei stehen für Euch: Marc Clear als Edmont Dantès, Marysol Ximénez-Carrillo als Mercédès und Sabine Töpfer als verführerische Piratenanführerin Louisa Vampa. Die kleine Band wird angeführt von musikalischem Oberleiter Stefan Diederich am Klavier. Los geht&#8217;s um 21 Uhr. Eintritt frei! &#8211; Wir freuen uns auf euch.</p>]]></content:encoded>
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      <title>Von „historisch stimmig“ bis „Augenzwinkern“</title>
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      <pubDate>Wed, 25 Jan 2012 18:41:32 +0000</pubDate>
      <dc:creator>redakteur</dc:creator>
      <category><![CDATA[Musikalische Komödie]]></category>
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      <description><![CDATA[Populärer kann ein Graf kaum sein. Man begegnet ihm in Bibliotheken, Abteilung Abenteuerliteratur, oder im Kino in zahlreichen Verfilmungen. Neuerdings ist er auch als Musicalheld zu erleben, mit dem man nach Herzenslust lieben, leiden und hassen kann. Die Musikalische Komödie präsentiert am 4. Februar die Deutsche Erstaufführung des Musicals von Frank Wildhorn, das mit rasanten [...]]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Populärer kann ein Graf kaum sein. Man begegnet ihm in Bibliotheken, Abteilung Abenteuerliteratur, oder im Kino in zahlreichen Verfilmungen. Neuerdings ist er auch als Musicalheld zu erleben, mit dem man nach Herzenslust lieben, leiden und hassen kann. Die Musikalische Komödie präsentiert am 4. Februar die Deutsche Erstaufführung des Musicals von Frank Wildhorn, das mit rasanten Kampf- und Fechtszenen, berührender Romantik und flotter Musik beste Unterhaltung verspricht.<br />Wie der Roman von Alexandre Dumas erzählt es die Geschichte von Edmond Dantès, der das Opfer einer Intrige wird. Auf seiner Verlobungsfeier wird er unschuldig verhaftet und auf die berüchtigte Gefängnisinsel Château d’If gebracht. Während er sein Leben im Kerker fristet, erleben die skrupellosen Intriganten einen gesellschaftlichen Aufstieg. An einen von ihnen verliert Dantès seine große Liebe Mercédès. Als ihm nach vielen Jahren die Flucht gelingt, schwört er bittere Rache. Mit Hilfe eines Schatzes, den ihm ein Mitgefangener vererbt, setzt er als geheimnisvoller „Graf von Monte Christo“ seine Pläne in die Tat um.<br />Nach dem Erfolg mit Wildhorns „Jekyll &amp; Hyde“ bringt die Musikalische Komödie ein weiteres Musical des bekannten amerikanischen Komponisten auf die Bühne. Auch das Inszenierungsteam und die Besetzung der Hauptrollen sind die gleichen wie bei „Jekyll &amp; Hyde“. Als Edmond Dantès ist Marc Clear zu erleben und als Mercédès Marysol Ximenez-Carrillo. Regie führt Cusch Jung, die musikalische Leitung hat Chefdirigent Stefan Diederich. Karin Fritz hat das Bühnenbild entworfen, Sven Bindseil eine Vielzahl an opulenten Kostümen. Über seine Arbeit daran gab der Bühnenbildner im folgenden Gespräch Auskunft.</p><p><strong></strong></p><div id="attachment_1280" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/01/9804_Marysol-Ximenez-Carrillo_Anprobe-Monte-Christo_Foto-Copyright-Andreas-Birkigt.jpg" rel="lightbox[1279]" title="Anprobe Monte Christo_Foto Copyright Andreas Birkigt"><img class="size-medium wp-image-1280" title="Anprobe Monte Christo_Foto Copyright Andreas Birkigt" src="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/01/9804_Marysol-Ximenez-Carrillo_Anprobe-Monte-Christo_Foto-Copyright-Andreas-Birkigt-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Prüfender Blick: Sven Bindseil (Bildhintergrund) bei einer Anprobe mit Marysol.</p></div><p style="text-align: justify;"><strong>Wie viele Kostüme werden für diese Produktion benötigt?</strong><br />Gut 200 Kostüme werden auf der Bühne sein, davon 80 &#8211; 90 für den Chor, ca. 70 Ballettkostüme, fast 50 für die Solisten und einige für die Statisterie. Die meisten werden neu angefertigt; insbesondere die Kostüme für die Solisten sind Maßanfertigungen. Für das Piraten- und das Karnevalsbild werden Kostüme aus dem Fundus verwendet, aber neu angepasst und bearbeitet. Dazu kommen extra hergestellte Hüte und Schuhe sowie Schmuck, Accessoires und Waffen&#8230;</p><p><strong>Wieviel Zeit vergeht von der ersten Beschäftigung des Kostümbildners mit dem Stück bis zum fertigen Kostüm?</strong><br />Für ein Stück dieser Größenordnung dauert das etwa 1 Jahr. Das bedeutet ca. 3 &#8211; 6 Monate für die Entwurfsarbeit und ein gutes halbes Jahr in der Kostümabteilung, von der Abgabe der Entwürfe bis zur Premiere. Die reine Werkstattarbeit umfasst ca. 3 &#8211; 4 Monate.</p><p><strong>Wie viele Anproben der Kostüme mit den Darstellern finden statt?</strong><br />Jeder Künstler hat mindestens eine Anprobe, bei den Herren reicht das häufig; Frauen haben meistens eine zweite und z. T. noch eine dritte bei komplizierten Kostümen. Pro Kostüm dauert das 15 &#8211; 20 Minuten. Die beiden Hauptdarsteller im „Graf von Monte Christo“ haben jeweils acht Kostüme. Also kann man die erste Anprobe mit 2 &#8211; 3 Stunden veranschlagen, was auch für die Künstler ziemlich anstrengend ist.</p><p><strong>Wie historisch genau werden die Kostüme sein und wo erlaubt sich der Kostümbildner Freiheiten?</strong><br />Das Stück ist historisch in einem Zeitrahmen von 1815 (zu Beginn) und 1838 (am Schluss) festgelegt. Daher konnte ich mich intensiv mit der Epoche des ausgehenden Empire bzw. des Biedermeier auseinander setzen. Diese Recherchearbeit ist mittlerweile fast meine Lieblingstätigkeit in diesem Beruf &#8211; das Suchen nach Bildmaterial, um Vorbilder zu finden. Ich möchte schon, dass das Kostüm in der Erscheinung historisch stimmig ist, aber immer mit dem Blick von heute und für Menschen von heute.<br />Der Graf von Monte Christo selbst ist eher eine Märchenfigur, da kann ich auch viel freier und historisch „ungenauer“ sein. Auf jeden Fall muss er eine geheimnisvolle, fremde Aura haben. Richtig austoben kann ich mich aber in der Piratenszene, weil das eher „Show-Piraten“ sind, die mir Anachronismen und Augenzwinkern ermöglichen.</p>]]></content:encoded>
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      <title>Jekyll/Hyde Darsteller Marc Clear wieder in der MuKo!</title>
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      <pubDate>Sun, 15 Jan 2012 17:37:02 +0000</pubDate>
      <dc:creator>redakteur</dc:creator>
      <category><![CDATA[Musikalische Komödie]]></category>
      <category><![CDATA[Oper]]></category>
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      <description><![CDATA[„Monte Christo“ wird mindestens genauso spektakulär wie die erste Musicalproduktion („Jekyll und Hyde“) von Cusch Jung im Haus Dreilinden! Das Erfolgsmusical von Frank Wildhorn begeistert seit der Premiere 2010 immer wieder unser Publikum und sorgt stets für ein ausverkauftes Haus. Auch der „Der Graf von Monte Christo“ ist von Wildhorn und verspricht hochemotionale Musik mit [...]]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1271" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/01/0274_Monte-Christo_-Promo_Foto-Copyright-by-Andreas-Birkigt.jpg" rel="lightbox[1269]" title="Monte Christo_Foto Copyright by Andreas Birkigt"><img class="size-medium wp-image-1271" title="Monte Christo_Foto Copyright by Andreas Birkigt" src="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/01/0274_Monte-Christo_-Promo_Foto-Copyright-by-Andreas-Birkigt-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">En garde! - Hauptdarsteller Marc Clear bekommt für &quot;Monte Christo&quot; Fechtstunden.</p></div><p style="text-align: justify;">„Monte Christo“ wird mindestens genauso spektakulär wie die erste Musicalproduktion („Jekyll und Hyde“) von Cusch Jung im Haus Dreilinden! Das Erfolgsmusical von Frank Wildhorn begeistert seit der Premiere 2010 immer wieder unser Publikum und sorgt stets für ein ausverkauftes Haus.</p><p style="text-align: justify;">Auch der „Der Graf von Monte Christo“ ist von Wildhorn und verspricht hochemotionale Musik mit spektakulärer Szenerie. Marc Clear, wieder in der Hauptrolle, probt täglich nicht nur Musik und Choreographie mit seinen Bühnenkollegen, sondern auch die Kampkunst: Die Fechtszenen sind nicht einfach nachgeahmt oder choreographiert, sondern mit einem Fecht-Trainer einstudiert. Bleibt nur zu hoffen, dass genug Pflaster und Verbandszeug vorrätig ist :-) …</p>]]></content:encoded>
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      <title>Schließungs-Diskussion ist der falsche Weg</title>
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      <pubDate>Tue, 10 Jan 2012 15:57:04 +0000</pubDate>
      <dc:creator>redakteur</dc:creator>
      <category><![CDATA[Backstage]]></category>
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      <description><![CDATA[Zehn Thesen zur kulturpolitischen Diskussion in Leipzig 1.      Zum wiederholten Male werden die Leipziger Kulturbetriebe, besonders aber die Oper, in der politischen Debatte in die bloße Rolle von „Kostenfaktoren“ gedrängt. Dies ist nicht hinnehmbar. Die Kulturbetriebe sind vielmehr unschätzbare Aktivposten für Leipzig, die nicht nur entscheidend Bekanntheit und Renommee unserer Stadt prägen, sondern auch in [...]]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<h6 style="text-align: left;" align="center"><strong>Zehn Thesen zur kulturpolitischen Diskussion in Leipzig</strong></h6><div id="attachment_1260" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/01/9745_Foto-Copyright-Andreas-Birkigt.jpg" rel="lightbox[1257]" title="Thesen zur Kulturpolitik_Foto Copyright Andreas Birkigt"><img class="size-medium wp-image-1260" title="Thesen zur Kulturpolitik_Foto Copyright Andreas Birkigt" src="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/01/9745_Foto-Copyright-Andreas-Birkigt-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Deutliches Zeichen des Förderkreises gegen die derzeitige Debatte um die MuKo!</p></div><p style="text-align: justify;">1.      Zum wiederholten Male werden die Leipziger Kulturbetriebe, besonders aber die Oper, in der politischen Debatte in die bloße Rolle von „Kostenfaktoren“ gedrängt. Dies ist nicht hinnehmbar. <strong>Die Kulturbetriebe sind vielmehr unschätzbare Aktivposten für Leipzig, die nicht nur entscheidend Bekanntheit und Renommee unserer Stadt prägen, sondern auch in vielfältiger Weise zum finanziellen Einkommen der Stadt beitragen.</strong></p><p><strong>2.      </strong>Eine Diskussion über unsere Kulturbetriebe, die sich allein auf die Frage beschränkt, welche Kürzungen oder gar Schließungen den geringsten Schaden anrichten, führt in die falsche Richtung. Aus ihr kann kein positives Szenario für eine gedeihliche Entwicklung unserer Kulturlandschaft erwachsen. <strong>Schon die Fragestellung an die Actori-Gutachter ist daher auf das Schärfste zu kritisieren.</strong></p><p style="text-align: justify;"> <strong>3.     </strong>Das exzellente Kulturangebot der Stadt Leipzig ist das wichtigste, vielleicht einzige internationale Alleinstellungsmerkmal unserer Stadt. <strong>Dieses Angebot weiterzuentwickeln und zu verstärken ist zentrale Aufgabe aller Verantwortlichen in Leipzig.</strong></p><p style="text-align: justify;"><strong>4.      </strong>Ein gutachterlich vorhergesagtes zukünftiges „Finanzierungsloch“ von angeblich etwa drei Promille des städtischen Haushaltes zum Anlass für Debatten über Sparten- oder Spielstättenschließungen zu nehmen ist nicht nachvollziehbar. Offenbar soll damit das Unvermögen der politisch Verantwortlichen verschleiert werden, eine nachhaltige und zukunftsorientierte Kulturpolitik für Leipzig zu formulieren. <strong>Für eine Stadt, die Kulturhauptstadt Europas werden will, ist eine Schließungsdiskussion ein Armutszeugnis.</strong></p><p style="text-align: justify;"><strong>5.      </strong><strong>Die Bemühungen zahlreicher, ehrenamtlicher bürgerschaftlicher Vereinigungen private Fördermittel für die Kultur in Leipzig zu mobilisieren werden verunmöglicht, wenn die politisch Verantwortlichen in Leipzig die eigenen Betriebe schlecht reden, die Betriebe nur als Kostenfaktor begreifen und daher über eine ständige </strong>Kürzungs- und Schließungsdebatte nicht hinauskommen</p><p style="text-align: justify;">6.      Gemessen an der weltweit einmaligen Musiktradition in Leipzig und an ihrem insgesamt exzellenten Kulturangebot bleibt dessen internationale Bekanntheit und damit der Nutzen für die Stadt bisher leider weit hinter den Möglichkeiten zurück. <strong>Den flagranten Defiziten beim Stadtmarketing und ebenso bei der Außenkommunikation der Stadt wird aber mit einer Strangulierungsdebatte bei den Kulturbetrieben nicht beizukommen sein.</strong></p><p style="text-align: justify;">7.      Es soll nicht verkannt werden, dass finanzielle Zwänge eine Diskussion über Prioritäten und damit auch Nachrangigkeiten in der Kulturlandschaft erfordern. Dies muss aber in Respekt vor den Leipziger Traditionen, vor allem der Musik, erfolgen. <strong>Eine Überführung der Musikalischen Komödie in eine Jugendmusikeinrichtung – bei faktischer Entlassung des Ensembles &#8211; zu propagieren und dies eine „Fortentwicklung“ * zu nennen, ist in unseren Augen geradezu eine Verhöhnung dieses traditionsreichen Hauses.</strong></p><p style="text-align: justify;"> 8.      Notwendig sind hingegen eine Finanzierung und Vermarktung der Leipziger Kulturbetriebe nach dem Vorbild weltweit bekannter Kulturmetropolen. International einmaligen, ja konkurrenzlosen Museen einen Marketingetat zu verweigern, hoch renommierten Orchestern, Theatern oder Chören finanziell so enge Fesseln anzulegen, das an offensive Werbung nicht zu denken ist, ist ein politischer Irrweg.</p><p style="text-align: justify;">9.      Die Leipziger Kulturentwicklung braucht Nachhaltigkeit. <strong>Kulturaufwendungen angeblich zu „deckeln“, in Wahrheit aber jährlich zu kürzen in der Erwartung, dass Kosten- und Lohnsteigerungen dauerhaft von den Kulturbetrieben selbst erwirtschaftet werden, ist ganz offensichtlich unrealistisch und lohnt keine nähere Betrachtung.</strong> Selbst nach massivsten Amputationen wäre mit diesem Vorgehen ein &#8211; fragwürdiger &#8211; Erfolg nur von kurzer Dauer.</p><p style="text-align: justify;"><strong>10. </strong>Unsere Stadt braucht ein integriertes, aktives Stadtmarketing zur besseren Nutzbarmachung des exzellenten Leipziger Kulturangebotes. So lange uns viel kleinere Städte bei der internationalen Bekanntheit als Kulturmetropolen den Rang ablaufen, benötigen wir keine Schließungsdiskussion. <strong>Was wir brauchen ist eine ehrliche Bestandsaufnahme der Defizite unserer Kommunikation und als Konsequenz daraus deren Beseitigung </strong><strong></strong></p>]]></content:encoded>
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      <title>Mit der Knusperhexe beim Fototermin</title>
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      <pubDate>Tue, 03 Jan 2012 17:22:02 +0000</pubDate>
      <dc:creator>redakteur</dc:creator>
      <category><![CDATA[Backstage]]></category>
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      <description><![CDATA[]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/01/7797_Foto-Copyright-Andreas-Birkigt.jpg" rel="lightbox[1245]" title="7797_Foto Copyright Andreas Birkigt"><img class="size-medium wp-image-1246 alignleft" title="7797_Foto Copyright Andreas Birkigt" src="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2012/01/7797_Foto-Copyright-Andreas-Birkigt-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>]]></content:encoded>
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      <title>»Europäische Weihnacht« auf rockradio</title>
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      <pubDate>Sat, 10 Dec 2011 23:58:07 +0000</pubDate>
      <dc:creator>redakteur</dc:creator>
      <category><![CDATA[Backstage]]></category>
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      <description><![CDATA[Hergehört: In der Reihe &#8220;Sonntags um Elf&#8221; wird morgen die Veranstaltung »Europäische Weihnacht« mit Kathrin Göring und Friedhelm Eberle live auch Rockradio übertragen. 11 Uhr beginnt die Matinee, davor gibt es ein Interview mit dem Leipziger Schauspieler Eberle und LVZ Kulturchef Peter Korfmacher. Der Livestream ist auf www.rockradio.de geschaltet!]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Hergehört: In der Reihe &#8220;Sonntags um Elf&#8221; wird morgen die Veranstaltung »Europäische Weihnacht« mit Kathrin Göring und Friedhelm Eberle live auch Rockradio übertragen. 11 Uhr beginnt die Matinee, davor gibt es ein Interview mit dem Leipziger Schauspieler Eberle und LVZ Kulturchef Peter Korfmacher. Der Livestream ist auf <a href="http://www.rockradio.de">www.rockradio.de</a> geschaltet!</p>]]></content:encoded>
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      <title>60 Glühweine in 60 Minuten!</title>
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      <pubDate>Wed, 07 Dec 2011 10:55:46 +0000</pubDate>
      <dc:creator>redakteur</dc:creator>
      <category><![CDATA[Backstage]]></category>
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      <description><![CDATA[Glühwein für einen wohltätigen Zweck: Prof. Ulf Schirmer verkaufte am Nikolaustag das wohlschmeckende Heißgetränk auf dem Leipziger Weihnachtsmakrt und plauderte derweil mit den Leipzigern. Eingeschenkt wurde in unsere knallgelben OPER LEIPZIG Tassen, die man selbstredend mit nach Hause nehmen durfte. Prof. Schirmer hat  alle Verkaufsrekorde gebrochen: Er verkaufte 60 Glühwein in der Stunde, das heißt [...]]]></description>
      <content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2011/12/Prof-Schirmer_Gl%C3%BChweinverkauf_Audizelt.jpg" rel="lightbox[1233]" title="Prof Schirmer_Glühweinverkauf_Audizelt"><img class="size-medium wp-image-1234 alignleft" title="Prof Schirmer_Glühweinverkauf_Audizelt" src="http://blog.oper-leipzig.de/wp-content/uploads/2011/12/Prof-Schirmer_Gl%C3%BChweinverkauf_Audizelt-300x255.jpg" alt="" width="300" height="255" /></a>Glühwein für einen wohltätigen Zweck: Prof. Ulf Schirmer verkaufte am Nikolaustag das wohlschmeckende Heißgetränk auf dem Leipziger Weihnachtsmakrt und plauderte derweil mit den Leipzigern.</p><p style="text-align: justify;">Eingeschenkt wurde in unsere knallgelben OPER LEIPZIG Tassen, die man selbstredend mit nach Hause nehmen durfte.</p><p style="text-align: justify;">Prof. Schirmer hat  alle Verkaufsrekorde gebrochen: Er verkaufte 60 Glühwein in der Stunde, das heißt einen pro Minute. Der Erlöss fließt das von Audi unterstütze soziale Projekt SOS Leipzig.</p><p style="text-align: justify;">]]></content:encoded>
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